Verschwenden Sie noch oder nutzen Sie schon?

Fragen und Antworten

Hier finden Sie einige häufig gestellte Fragen von Kunden und die entsprechenden Antworten.

Für die Bewässerung von Gärten reichen schon recht einfache und preiswerte Lösungen aus. Sollten Sie einen grossen Garten mit hohem Wasserbedarf haben oder Regenwasser auch im Haus nutzen wollen, empfehlen wir Ihnen eine unterirdische Anlage. Dem Tank sollte in jedem Fall ein Filter vorgeschaltet sein. Zur Wasserentnahme aus dem Tank benötigen Sie eine Pumpe, die entweder im Garten oder auch – ausgestattet mit einer Start-Stop-Automatik – im Tank platziert wird.

Systeme für die Hausnutzung benötigen einen Hauswasserautomaten, der die Verbraucher über ein zweites Leitungsnetz mit Regenwasser versorgt. Wenn der Tank leer sein sollte speist der Hauswasserautomat automatisch Trinkwasser in das Leitungsnetz ein.

Nein. Vom Dach wird das Niederschlagswasser durch einen Filter in den Wasserspeicher geleitet. Selbstreinigende Filter halten Schmutz, Pollen, Blätter und Vogelkot draussen, so dass ca. 90 % des Wassers sauber in den Tank fliessen. Allerdings sollten Sie den Tank trotzdem alle 5–10 Jahre reinigen.

Das völlig kalkfreie Regenwasser hat im Vergleich zum meist härteren Leitungswasser deutliche Vorteile. Durch den Einsatz des weichen Regenwassers wird weniger Waschmittel benötigt – der Einsatz von Weichspüler und Entkalker gehört der Vergangenheit an. So werden insgesamt bessere Waschergebnisse erzielt und die Umwelt geschont. Keime gelangen vor allem über die Schmutzwäsche und nicht über das Regenwasser in die Waschmaschine. Einige Waschmaschinen-Hersteller empfehlen sogar den Einsatz von Regenwasser für beste Waschergebnisse.

Wenn Sie Ihr Regenwasser auch für Toilettenspülung und Waschmaschine nutzen möchten, müssen Erdtank und -filter sowie im Erdreich verlegte wasserführende Leitungen zum Schutz gegen Frost in der Regel 60 bis 100 cm unter der Erde eingebaut werden. Fragen Sie bitte Ihr Bauamt nach der für Sie geltenden örtlichen Frostfreigrenze! Frostsicher eingebaute Erdtanks müssen ebenso wie Kellertanks im Winter nicht entleert werden.

Oberirdisch aufgestellte Behälter müssen im Winter grundsätzlich geleert werden.

Viele Erdtanks sind – in Verbindung mit einer Guss- oder Betonabdeckung grundsätzlich PKW- oder sogar LKW-befahrbar. Der Gestaltung der darüber liegenden Flächen sind also fast keine Grenzen gesetzt.

Viele Ministerien, Städte, Länder und Gemeinden haben die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Wasser erkannt und fördern entsprechend die Nutzung, Versickerung oder Rückhaltung von Regenwasser.

Eine konstant hohe Wasserqualität wird bei Regenwasser-Nutzungsanlagen durch einen mehrstufigen Reinigungsprozess gewährleistet:

1. Reinigungsstufe

Die erste Reinigung des Regenwassers erfolgt über ein patentiertes Filtersystem. Das gereinigte Wasser läuft in den Tank und Schmutzpartikel werden mit einer kleinen Menge Restwasser in den Kanal gespült. Hauser Kunststofflösungen bietet unterschiedliche Filtersysteme für jede Einbausituation.

2. Reinigungsstufe

Damit sich feinste Schmutzpartikel (< 0,35 mm) am Tankboden absetzen können, wird das gefilterte Wasser über einen beruhigten Zulauftopf am Tankboden eingeleitet. Somit wird eine permanente Aufwirbelung des Wassers verhindert und zusätzlich Sauerstoff am Tankboden in das Wasser eingebracht. Dadurch bleibt das Wasser immer klar und frisch.

3. Reinigungsstufe

Schmutzpartikel die leichter sind als Wasser (z. B. Blütenpollen) setzen sich an der Wasseroberfläche als Schwimmschicht ab. Durch den im Tank installierten Überlaufsiphon wird beim Überlaufen des Tanks die Schwimmschicht entfernt. Ein regelmässiges Überlaufen des Tanks ist somit wichtig für eine gleichbleibende Wasserqualität.

4. Reinigungsstufe

Die Entnahme des gesammelten Regenwassers erfolgt über eine schwimmende Entnahme im oberen Bereich des Tanks. Hier (ca. 10 cm unter der Wasseroberfläche) befindet sich die beste Wasserqualität.

Grundsätzlich sind Regenwasseranlagen wartungsfrei. Empfehlenswert ist eine Reinigung alle 5 Jahre.

Für einen neuen Tank, ja. Bei der Umnutzung eines bestehenden Tanks, nein.

Wenn der Regenwassertank tiefer liegt als die Anschlüsse für die Verwendung (üblicherweise der Fall) durch eine Pumpe.

Da es sich um weiches Wasser handelt, reduziert sich der Einsatz von Waschmittel um bis zu 50%. Das nahezu kalkfreie Wasser setzt sich auch viel weniger in Leitungen und in der Waschmaschine ab.

Nein. Regenwasser kann als Gartenwasser, Autowäsche, Reinigungen, Stallungen, WC-Spülung und für die Waschmaschine genutzt werden.

Das Regenwasser wird beim Einlauf in den Tank filtriert. Besuchen Sie den Bereich Regenwasser-Reinigung auf dieser Webseite.

Die Grösse eines Regenwassertanks hängt grundsätzlich von drei Faktoren ab:

  1. Örtliche Niederschlagsmenge
  2. Angeschlossene Regenauffangfläche
  3. Regenwasser-Bedarf

Im Garten verlieren Sie den Platz für den Tank nicht, müssen aber einen Aushub machen.

Indem man den Tank öffnet, entleert und die Rückstände aus dem Tank entfernt.

Diese sogenannten Schwebteilchen sinken auf den Boden. Damit sie von dort nicht aufgewirbelt werden, muss das Wasser über einen strömungsberuhigten Zulauf nachfliessen.

Entnommen wird das Wasser am besten mit einer Saugpumpe von weiter oben im Tank.

Eigentlich nicht. Sie verwenden es ja ausschliesslich für solche Zwecke, die unbedenklich sind (Wäsche, Toilette). Wir empfinden Regen zwar als Natur und geniessen ihn mitunter, wenn er auf uns niederprasselt, doch zum Trinken oder zum Geschirrspülen sollten Sie das gesammelte Regenwasser nicht benutzen. Auch wenn das gefilterte Regenwasser reiner ist als jenes, das vom Himmel fällt und unabhängige Institute die hygienische Unbedenklichkeit von Wasser aus Regenwasseranlagen belegen.

Das hängt von mehreren Faktoren ab: Wie hoch sind die Wasserpreise und die zu entrichtenden Abwassergebühren? Bestehen Förderungsmöglichkeiten? Können Sie staatliche Zuschüsse in Anspruch nehmen? Wie sind Ihre Lebensgewohnheiten? Brauchen Sie viel Wasser oder eher weniger? Wird das gesammelte Regenwasser nur zur Gartenbewässerung genutzt oder auch im Haushalt (WC, Waschmaschine etc.)? Je nachdem wie die einzelnen Faktoren zusammenspielen, rechnet sich Ihre Anlage bereits nach 5 Jahren oder erst nach 30 Jahren.

Für die Einleitung des Niederschlagswassers in den Boden ist unter Umständen eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Dies ist immer bei unterirdischen Versickerungsverfahren der Fall, beispielsweise bei Notüberläufen von Zisternen in Rohrrigolen (unterirdische Regenwasserleitungen). Anlagen, die auch für die Hausversorgung benutzt werden, müssen gemäss Trinkwasserverordnung (TVO) beim Gesundheitsamt angemeldet werden. Solche, die nur zur Gartenbewässerung genutzt werden, sind nicht meldepflichtig. Gebühren für das Regenabwasser berechnen Gemeinden und Städte unterschiedlich. Einige Kommunen verlangen separate Wasserzähler, damit das verbrauchte Regenwasser getrennt erfasst werden kann. Wichtig ist die handwerklich korrekte Installation der Anlage, damit die absolute Trennung des Regenwassers vom Trinkwasser dauerhaft und verlässlich gewährleistet ist. Die Verantwortung für Reinheit des Trinkwassers trägt allein der Betreiber der Regenwasseranlage. Regenwasserleitungen müssen mit dem Hinweis „Kein Trinkwasser“ gekennzeichnet werden. Hähne müssen gegen unbefugtes Abzapfen (z. B. durch Kinder) gesichert oder gesperrt werden.

Der Erdtank ist verrottungssicher. Die Garantie beträgt im Schnitt 15 Jahre.

Folgendes sollte jährlich geprüft werden:

  • Zustand, Anschlüsse und Gefälle von Dachrinnen und Fallleitungen
  • Aussehen und Geruch des Regenwassers im Speicher
  • Dichtheit, Anschlüsse und Abdeckung des Speichers
  • Druckerhöhungsanlage und Elektroinstallation
  • Regenwasser-Verteilleitungen und Entnahmestellen

Alle 5–10 Jahre sollte der Wasserspeicher gereinigt werden. Je nach Herstellerangaben sollte der Filter kontrolliert und, falls nötig, ebenfalls gereinigt werden.

Die Preise für Trinkwasser ist je nach Gemeinde sehr unterschiedlich, Unterschiede von zweistelligen Prozentzahl zur Nachbargemeinde sind keine Seltenheit. Ebenfalls ist der Wasserverbrauch der Haushalte sehr Unterschiedlich, z.B. wenn man sich an einem grossen Garten erfreut.

Unabhängig von dieser Tatsache kann man für Privathaushalte aber bereits von vornherein sagen, dass sich eine Regenwassernutzungsanlage nur über mehrere Jahre bezahlt macht.

Aus Kostengründen lässt sich die Anschaffung einer Regenwassernutzungsanlage in der Schweiz also kaum rechtfertigen, dennoch lohnt es sich über eine Regenwassernutzungsanlage nachzudenken:

  • Bei Neubauten ist es eine Investition sinnvoll da sie sich über die gesamte Lebensdauer mehr als nur ausbezahlt.
  • Aber auch beim Altbau lässt sich häufig eine Regenwasserbehälter für Garten und Waschküche kostengünstig und ohne viel Aufwand installieren.
  • Vergleicht man die Kostenanstieg des Trinkwassers mit dem Kostenanstieg von Erdöl, stellt man fest dass sich das Trinkwasser (wenn auch immer noch sehr billig) in den Vergangen Jahren deutlich mehr verteuert hat.
  • Vielen Wohneigentümer ist es ein Anliegen etwas Selbstversorger und damit etwas unabhängiger bezüglich Energie und Wasser zu sein.

Wir verfügen in der Schweiz in der Regel über mehr als genug Wasser, nur 2% der Niederschläge werden als Trinkwasser genutzt. Trotzdem ist Wasser ein Lebensmittel und in vielen Teilen der Erde Mangelware. Wir sollten aus ethischen Gründen Wasser nicht verschwenden sondern sorgsam nutzen.

Zudem entlasten sie mit Ihrer Regenwassernutzungsanlagen die bestehende Trinkwasserversorgung und das Abwassersystem ihrer Gemeinde, deshalb entscheiden sich immer mehr Gemeinde Regenwassernutzungsanlagen finanziell zu unterstützen.

Grössere Tanks werden üblicherweise im Boden versenkt, unter den Rasen oder Sitzplatz, aber auch befahrbare Systeme für Autoabstellplätze sind erhältlich.

Kleinere Tanks die zum Beispiel zur Bewässern des Gartens dienen, können auch unauffällig an der Hauswand oder im Garten platziert werden. Regentonnen gibt es heute in verschiedenen Formen und Farben, so dass sie kaum mehr auffallen.

Die Grösse des Lagertanks richtet sich nach Ihrem eigenen Bedarf. Das Volumen des Regenwasserspeichers hängt vor allem von drei Faktoren ab:

  • dem Brauchwasserbedarf im Gebäude (erfahrungsgemäss 70 Liter pro Person und Tag bei Anschluss von WC und Waschmaschine)
  • der Regenauffangfläche, die zur Verfügung steht
  • der örtlichen durchschnittlichen Niederschlagsmenge

Bei Berücksichtigung der empfohlenen Sicherheitsreserve (14 – 28 Tage) steht im Normalfall ganzjährig ausreichend Regenwasser für den Gebrauch zur Verfügung. Bei sehr grossen Gärten ist ein Zuschlag erforderlich.

Folgende Faustformel gibt einen ersten Überblick:

BEISPIEL: Personenanzahl x täglicher Brauchwasserbedarf x Sicherheitsreserve = Tankgrösse

  • 4 Personen x 70 Liter x 28 Tage ≈ 7.840 Liter
  • 4 Personen x 70 Liter x 21 Tage ≈ 5.880 Liter
  • 4 Personen x 70 Liter x 14 Tage ≈ 3.920 Liter

Das heisst, bei einem 4-Personen-Haushalt benötigen Sie ein Volumen von ca. 6.000 Liter.

Als Basis der Berechnung dienen 1.500 Liter pro Person als guter und erprobter Wert.
Selbstverständlich ist auch die Grösse der Dachfläche des Gebäudes zu berücksichtigen.
Sprechen Sie uns an, Gerne erstellen wir Ihnen eine exakte Berechnung.

Mit einem Regenwassertank erwerben Sie eine zukunftsorientierte ökologische Lösung, die Ihnen eine dauerhafte Einsparung von wertvollem Trinkwasser ermöglicht. Die Regenwassertanks aus Beton oder Kunststoff für den unterirdischen Einbau werden nahtlos – also ohne Fugen und Schweissnähte – aus hochwertigem Material hergestellt und sind besonders langlebig. Das Wasser ist dort kühl und lichtgeschützt gelagert, mit einem Erdtank lassen sich eventuelle Wasserschäden im Haus vermeiden.

Durch den unterirdischen Einbau bleibt das Wasser kühl (max. 11 – 14 °C), Algen können sich aufgrund der Dunkelheit nicht bilden und das Wasser kann somit auch nicht „umkippen“. Mikroorganismen vermehren sich bei geringer Temperatur nicht, bzw. sterben ab. Damit kann das Wasser über mehrere Wochen gut gespeichert werden. Chemische Zusätze sind nicht erforderlich.

Der Einsatz eines Regenwasser-Filters ist sehr zu empfehlen. Die Reinigung des Tanks damit weitgehend reduziert werden. Der Filter scheidet Schmutz (z. B. Blüten, Blätter, Zweige, Moos, etc.) ab. Wichtig ist auch noch der sogenannte „beruhigte Zulauf“ in der Zisterne.

Der beruhigte Zulauf verhindert ein Aufwirbeln der Sedimentschicht, die für die Qualität des gespeicherten Wassers verantwortlich ist und ermöglicht die Ablagerung feiner Schmutzpartikel im Laufe der Jahre. Der Überlaufsiphon stellt bei Kanalanschluss einen Geruchsverschluss zum Kanal sicher. Die abgeschrägte Überlaufkante entsorgt schwimmende Schmutzpartikel (z. B. Blütenpollen). Neben dem Vorfilter 1. Reinigungsstufe stellt der beruhigte Zulauf die (2. Reinigungsstufe) und der Überlaufsiphon die 3. Reinigungsstufe dar.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass kein Unterschied zwischen der mit Regenwasser oder Trinkwasser gewaschenen Wäsche nachweisbar ist. Für die Verwendung von Regenwasser für die Waschmaschine ist neben der Installation Regenfilters unbedingt ein beruhigter Zulauf sowie Überlauf mit Geruchsverschluss für eine konstant hochwertige Wasserqualität erforderlich. Weiters sollte die Wasserentnahme aus dem Tanz mittels schwimmendem Ansaugfeinfilter erfolgen. Da im Regenwasser kein Kalk enthalten ist, kann auf Weichspüler weitestgehend verzichtet werden.

Untersuchungen haben ergeben, dass die durchschnittlich gefundenen Keimzahlen im Regenwasser weit unter den Richtwerten für Badegewässer oder Lebensmittel (z.B. Salate) liegen. Bei der Verwendung von Regenwasser in der Toilettenspülung spielen Keime keine Rolle, da die Anzahl derer im Vergleich zu den Hauptkeimträgern der menschlichen Fäkalien zu vernachlässigen sind. Ebenso gilt dies beim Wäschewaschen. Die Keimzahlen von verschmutzter ungewaschener Wäsche sind deutlich höher als die Keimzahlen von Regenwasser.

Wenn Regenwasser nach einer Nutzung im Haus in das Kanalnetz eingeleitet wird, ist dies dem Betreiber des Netzes anzuzeigen und eine Vereinbarung über das Entgelt für die Ableitung des Abwassers zu treffen. Die Regelungen sind regional sehr verschieden und es kann darüber keine generelle Aussage getroffen werden.

Zur Entnahme des Regenwassers aus dem Tank empfehlen wir immer, den Anschluss einer schwimmenden Entnahmeleitung. Diese besteht aus einem hochflexiblen, vakuumfesten Kautschukschlauch, einem Feinfilter mit Rückschlagventil und einer Schwimmerkugel. Durch die Schwimmerkugel wird das Wasser stets im saubersten Bereich – kurz unter der Wasseroberfläche – entnommen.

Um auch in Trockenperioden ausreichend Wasser für WC-Spülung und Waschmaschine zur Verfügung zu haben, wird eine Trinkwassernachspeisung benötigt. Sie regelt bei geringem Regenwasserstand in der Zisterne, die Nachspeisung von Trinkwasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz.

Um den Tank frostsicher einbauen zu können, d.h. ca. 80 cm unter der Erde und dennoch bei Bedarf in den Tank steigen zu können, verwendet man einen so genannte Teleskop-Domschacht. Diese Verlängerung kann jederzeit nach den örtlichen Gegebenheiten gekürzt, bzw. stufenlos in der Höhe verstellt werden. Somit ist eine Angleichung an das vorhandene Erdniveau problemlos möglich.

Bei Erdtanks, die gemäss Einbauanleitung eingebaut wurden, kann der Tank bei Beachtung der örtlichen Frostfreigrenze (fragen Sie bitte Ihr Bauamt) auch im Winter einfach betrieben werden und muss nicht entleert werden. Behälter, die oberirdisch im Freien aufgestellt sind, müssen jedoch im Winter entleert werden.

Da beim Einbau des Tanks ein Überlauf installiert werden muss fliesst das Wasser über den Überlauf entweder in einen Sickerschacht, in einen Teich oder in die Kanalisation. Beim Anschluss an die Kanalisation muss die Rückstauebene des Kanals beachtet werden, gegebenenfalls muss eine Rückstauklappe installiert werden.

Eine Verbindung der Regenwasser-Lagertanks als Batterie ist problemlos möglich, indem diese durch eine Tankverbindung unten miteinander verbunden werden.

Bei Anlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, also einen Regenwasserfilter, einen beruhigten Zulauf, sowie Überlaufsiphon mit Geruchsverschluss haben, empfehlen wir ca. alle 5-10 Jahre eine Reinigung. Die sich am Boden als Sedimentschicht niederlegenden feinen Schmutzpartikel beeinträchtigen die Wasserqualität nicht und sollten erst bei einer Höhe von ca. 5 cm entfernt werden. Regenwasserfilter müssen in der Regel 2 – 4-mal pro Jahr überprüft werden. Pumpe und Druckleitung sind jährlich zu kontrollieren.

Sedimentation reinigt das gesammelte Wasser und ist deshalb genauso wichtig wie die Filterung vor dem Tank. Nicht ausgefilterte feine Schwebeteilchen gelangen in den Tank und sinken durch ihr Eigengewicht auf den Tankboden. An den absinkenden Schwebestoffen lagern sich dabei auch gelöste Stoffe an (Adsorption), die so ebenfalls aus dem Wasser entfernt und im Sediment abgelagert werden. Dadurch entsteht über dem Sediment klares Wasser hoher Qualität. Zu beachten ist aber, dass eine Aufwirbelung der Sedimentschicht durch einen beruhigten Zulausf des Regenwassers in den Tank verhindert wird.

Strikte Trennung von Trink- und Regenwasser

Die DIN 1988 dient zum Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen. Das heisst, dass für die Einspeisung von Trinkwasser in Regenwassernutzungsanlagen der freie Auslauf zu nutzen ist.

Kennzeichnung der Leitungen und Entnahmestellen

Die Entnahmestellen sind so zu kennzeichnen, dass jederzeit erkennbar ist, welche Entnahmestellen und Leitungen Regenwasser führen. Weiters gelten alle gültigen Ö-NORMEN.

Vielerorts werden Gemeinden an das Abwassernetz angeschlossen. Viele der zuvor gebauten Senkgruben bleiben dann ungenutzt, obwohl man diese mit sehr geringem Aufwand in funktionsfähige Regenwassernutzungsanlagen umfunktionieren kann. Voraussetzung für die Umwandlung einer Senkgrube in einen Regenspeicher ist eine gründliche Reinigung mittels Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler. Im Anschluss daran ist der Speicher mit Regenwasserfilter, beruhigtem Einlauf, sowie Überlaufsiphon auszustatten. Da bei einer Nachrüstung das Überlaufniveau sehr oft durch einen bestehenden Kanal vorgegeben ist, gibt es eine breite Palette an Regenwasserfiltern, welche die Niveaudifferenz zwischen Zu- und Ablauf abdecken. Generell ist zu bemerken, dass trotz gründlicher Reinigung der Senkgrube das Regenwasser für einen längeren Zeitraum Geruch annehmen kann. Dementsprechend ist der Einsatz des Regenwassers aus umfunktionierten Senkgruben nur für die Gartenbewässerung zu empfehlen. Sollte die Nutzung im Haus angedacht sein, so sind weitergehende Massnahmen (Auskleiden des Behälters mit Epoxy-Beschichtung) erforderlich.

Grundsätzlich können Drainageleitungen in die Zisterne eingeleitet werden, bei flachen Grundstücken wird allerdings das Gefälle zur Zisterne nicht ausreichen. Grundvoraussetzung ist ein richtiges Verlegen der Drainagerohre, d.h. die Verwendung von Filterkies und Geotextil um das Einschwemmen von Sedimenten zu vermeiden. Sickerwasser kann Huminstoffe beinhalten, d.h. eine leichte Braunfärbung des Wassers kann auftreten. Die Verwendung im Haus für die Waschmaschine wird deshalb in dieser Kombination nicht empfohlen.

Regenwassernutzung und Dachbegrünung sind technisch ausgereifte Bausysteme. Ihre Kombination bietet technische Vorteile und wirkt sich positiv auf die Umwelt aus.
Gründächer sind bewachsene Bodenfilter, in denen durch den natürlicherweise aufgelockerten Wurzelbereich ein erhöhter Abbau und eine Rückhaltung von Schadstoffen stattfinden. Der Regenabfluss wird jedoch durch ein Gründach verzögert, d.h. der nutzbare Regenertrag reduziert sich daher. Das noch abfliessende Regenwasser ist für das Speichern und Nutzen grundsätzlich geeignet. Es kann allerdings durch Huminstoffe leicht gefärbt sein. Auf das Wäschewaschen mit diesem Wasser sollte deshalb verzichtet werden.

Ja, speziell im Altbaubereich oder dort, wo kein Erdspeicher aus Platzgründen eingebaut werden kann gibt es fertige Lösungen zur Innenaufstellung. Hier wird ein Speicherbehälter aus lichtundurchlässigem Polyäthylen mit aufgebauter leiser Pumpe, integrierter Trinkwassernachspeisung (MKS – Mehrkammerspeicherbehälter) im Haus (bevorzug Keller) aufgestellt. Als Sonderversion gibt es eine Variante mit integriertem Schwimmerventil zur Aufstellung im Keller unterhalb der Rückstauebene. Der Aufstellraum sollte möglichst kühl und Lichtgeschütz sein. Der Speicherbehälter kann als sogenannter „Batterietank“ erweitert werden, um das gewünschte Speichervolumen zu erhalten. Wir empfehlen jedoch nicht mehr als 3 Tanks zu einer Einheit zusammenzuschliessen (ca. 4500 Liter).

Bevorzug sollten mehrstufige, selbstansaugende Kreiselpumpen mit aufgebauter Schaltautomatik zum Einsatz kommen. Diese Pumpenbauart ist leise und sehr langlebig. Kaufen Sie ein Qualitätsprodukt eines namhaften Pumpenherstellers. Sogenannte Jet oder Gartenpumpen sind dagegen deutlich lauter und oft von geringerer Qualität. Auf den Einsatz von Membranbehältern sollte verzichtet werden.